Windenergie

Die Nutzung von Windenergie ist nichts neues. Schon Jahrhunderte lang wird Wind als nat├╝rliche Energiequelle f├╝r die Bed├╝rfnisse des Menschen genutzt. Fr├╝her nat├╝rlich nicht zur Erzeugung von elektrischer Energie, sondern zum Antrieb von Windr├Ądern, die entweder zum Mahlen des Korns oder aber zum Antrieb von Wasserr├Ądern zwecks Be- und Entw├Ąsserung betrieben wurde. Noch zur Jahrhundertwende standen alleine in Norddeutschland sch├Ątzungsweise noch 20.000 Windm├╝hlen, die aber im Zuge der breitfl├Ąchigen und preisg├╝nstigen Elektrizit├Ąt nahezu alle verschwanden.

Heute wird die Windenergie vorrangig zur Erzeugung von elektrischer Energie eingesetzt. Hierzu verwendet man moderne Windkraftanlagen, die das Auftriebsprinzip anstatt das Widerstandsprinzip verwenden. Hierbei wird dem Wind nicht ein Widerstand entgegengesetzt. Vielmehr erzeugt der Wind beim Vorbeistr├Âmen an den Fl├╝geln der Anlage einen Auftrieb, der die Windfl├╝gel in Bewegung versetzt. Der Grund f├╝r den Einsatz des Auftriebsprinzips liegt auf der Hand. Konnte man mit dem Widerstandsprinzip einen Wirkungsgrad von nur 15 Prozent erreichen, so liegt er bei den neuen Verfahren bei maximal 60 Prozent.

Heutige Windenergieanlagen erreichen so etwa 40-50 Prozent Wirkungsgrad und liegen demnach schon recht nahe an dem maximal M├Âglichen.

Windkraftanlagen haben aber eines gemeinsam. Sie ben├Âtigen ausreichend Wind. Hierbei unterscheidet man, abh├Ąngig von den herrschenden Windbedingungen, unterschiedliche Betriebsarten:

  • Phase 1:  Bei einer Windst├Ąrke von 0-3 m/s steht die Anlage still.
  • Phase 2:  Bei einer Windst├Ąrke von 3-5 m/s spricht man von der 1. Arbeitsphase. Hier ist gerade soviel Wind vorhanden, da├č die Anlage beginnt zu arbeiten.
  • Phase 3: Bei einer Windgeschwindigkeit von 5-25 m/s hat die Anlage ihre maximale Nennleistung erreicht. Dabei nimmt die Leistung mit der 3. Potenz der Windgeschwindigkeit zu. Das hei├čt, bei einer Verdopplung der Windgeschwindigkeit Verachtfach sich die Leistung. In dieser Phase muss die Leistung der Anlage gedrosselt werden, um sie vor Sch├Ąden zu bewahren.
  • Phase 4: Bei einer Windgeschwindigkeit von mehr als 25 m/s (Windst├Ąrke 10) werden die Anlagen vom Netz genommen. Die Anlagen werden dann entweder mechanisch gebremst, oder es werden die Rotorbl├Ątter in Fahnenrichtung gedreht und der Rotor in den Leerlauf geschaltet.

Man sieht also, dass die herrschenden Windgeschwindigkeiten eine entscheidende Rolle f├╝r den Betrieb darstellen. Weder zu wenig, noch zu viel Wind ist erforderlich.

Durch die zunehmende Weiterentwicklung und den zunehmend steigenden Einsatz solcher Anlagen, konnten die Kosten f├╝r den Bau erheblich gesenkt werden. So konnten die Kosten in den letzten Jahren auf weniger als ein Drittel des urspr├╝nglichen Betrages gesenkt werden. Und das Ende dieser Entwicklung ist sicherlich noch nicht erreicht. Es ist vielmehr davon auszugehen, da├č sich

durch die sinkenden Preise auch die Nachfrage erh├Âht, und aufgrund der erh├Âhten Nachfrage auch der Preis weiter sinken wird.

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Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

Windenergie in Deutschland

In Deutschland wurden 1999 rund 4.500 MW in ca. 8.000 Windkraftanlagen erzeugt. Damit wurden etwa 1,5 Prozent des gesamten Stromverbrauches durch Windkraft erzeugt. Im Jahre 2000 wurde der Anteil weiter gesteigert und betr├Ągt nun schon 2 Prozent. Damit werden jetzt schon j├Ąhrlich ca. 6 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Es ist davon auszugehen, da├č der Anteil auch in den n├Ąchsten Jahren noch kr├Ąftig w├Ąchst. Schon heute stehen in Deutschland die meisten Windkraftanlagen. Besonders in k├╝stennahen, windreichen Gebieten hat die Verbreitung zugenommen. So kann beispielsweise das Bundesland Schleswig-Holstein schon 17 Prozent des Strombedarfes aus Windkraft decken.

Experten sch├Ątzen, da├č der Anteil der Windenergie auf bis zu 20 Prozent in ganz Deutschland anwachsen kann. Damit sind die Wachstumsaussichten ausgezeichnet gut, so da├č der Sektor Windenergie als Basisanlage in keinem Depot fehlen darf.

Verwirklicht werden kann die Anlagestrategie zum einen durch den Kauf von Betreibern von Windparks und zum anderen durch den Kauf der Zulieferer und Windparkbauer.

 

Checkliste: Windenergie

 

Ressource

Bewegungsenergie des Windes

Einsatzgebiete

Stromerzeugung

Standorte

Windreiche Gebiete wie K├╝sten, Berge

Leistungsbereich

0,05 KW – 2,5 MW pro Anlage

Windparks mit mehr als 100 MW

Kosten

0,04-0,15 Euro / KWh

Gewinnchance bei Investment

Sehr gute Gewinnchancen

Risiko eines Investments

Durchschnittliches Risiko

 

 

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