Sonnenenergie

Die Nutzung der Sonnenenergie spielt, genauso wie die Nutzung der Windenergie, in der Zukunft eine entscheidende Rolle. Der Grund liegt hauptsächlich darin, daß diese Form der Energieerzeugung überall verwendbar ist, selbst in unserem relativ sonnenarmen Gebiet.

Bei der Nutzung der Sonnenenergie unterscheidet man im allgemeinen zwischen 4 Methoden der Nutzung:

· Photovoltaik

· Sonnenkollektoren

· Solarthermische Kraftwerke

· Passive Solarnutzung

Im folgenden soll nur auf die zwei wohl wichtigsten Methoden näher eingegangen werden:

Photovoltaik

Bei der Photovoltaik wandelt man das einfallende Licht durch den sogenannten photovoltaischen Effekt in elektrische Energie um. Dieser hierdurch entstehende Strom kann dann sofort zum Betrieb elektrischer Geräte benutzt werden. Die Menge des erzeugten Stroms ist allerdings von der Intensität der Sonnenstrahlung abhängig. Diese liegt in Deutschland zwischen 900 und 1200 KW/h Strahlung pro Quadratmeter jährlich. Diese kann dann mittels Solarzellen in Strom umgewandelt werden. Leider ist der Wirkungsgrad bisher nur sehr gering. So können heute nur 8-10 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung effektiv genutzt werden. Hauptziel für die Zukunft muß es daher sein, den Wirkungsgrad deutlich zu steigern.

In Deutschland befinden sich Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von immerhin 65 MW am Netz. Das mögliche Potential ist damit bei weitem noch nicht ausgeschöpft. So könnte man in Zukunft dazu übergehen, die heute ungenutzten Dachflächen zu verwenden. Immerhin stände einem dann eine Gesamtfläche von ca. 2.300 km² zur Verfügung.

Um dieses Potential ausnutzen zu können, wurde von der Bundesregierung das 100.000 Dächerprogramm ins Leben gerufen. Ziel ist es, durch diese Maßnahmen ca. 300 MW zusätzlich zu erzeugen.

Dieses Förderprogramm hat aber noch einen Vorteil. Durch die steigende Nachfrage nach Solarzellen können die Herstellungskosten drastisch gesenkt werden, da sich die Fixkosten nun auf viele Produktionseinheiten verteilen.

So hat die Photovoltaik in der letzten Zeit eine enorme Kostenreduktion durchlaufen. Kostete die Kilowattstunde 1985 noch rund 1,5 Euro, so sind die Kosten auf 0,6 Euro gefallen. Experten schätzen, daß bis 2010 weitere Kostensenkungspotentiale ausgemacht werden können, so daß dann ein Preisniveau von 0,25 bis 0,38 Euro erreicht werden könnte.

sonnenenergie

Quelle: DLR

Spätestens dann hat die Photovoltaik ihren großen Durchbruch.
Der Bereich Photovoltaik besitzt daher ein gewaltiges Wachstumspotential, an dem eine Vielzahl von Unternehmen profitieren. Vor allem natürlich die Hersteller von Solarzellen. Daher sollte dieser Bereich in einem zukunftsgerichteten Depot übergewichtet werden.

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Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

Checkliste: Photovoltaik

 

Ressource

Solare Direkt- und Diffusstrahlung

Einsatzgebiete

Stromerzeugung

Standorte

Überall, Dächer

Leistungsbereich

Wenige Watt bis einige MW

Kosten:

0,025-0,12 Euro / KWh

Gewinnchance bei Investment:

überdurchschnittliche Gewinnchancen

Risiko eines Investments:

mittleres Risiko

Sonnenkollektoren

Im Gegensatz zur Photovoltaik wird bei den Sonnenkollektoren die Sonnenstrahlung nicht in elektrische Energie, sondern in Wärme umgewandelt. So kann beispielsweise Wasser zum Beheizen der Wohnung oder aber einfach für den täglichen Gebrauch erwärmt werden.

Das Prinzip der Sonnenkollektoren ist recht einfach. Ein Wärmeträgermedium, zum Beispiel Wasser, wird durch die einfallende Sonnenstrahlung in den Sonnenkollektoren erwärmt. Dieses erwärmte Wasser kann nun direkt als Brauchwasser beispielsweise für Schwimmbäder benutzt werden. Aber auch ein Einsatz in Privathaushalten ist sinnvoll. Hier helfen Sonnenkollektoren Energie einzusparen. Die Heizungsanlage kann nämlich nun schon angewärmtes Wasser, anstatt kaltes Wasser verwenden. Es ist daher eventuell nur noch ein Nachheizen erforderlich.

Durch eine hochmoderne Vakuumröhrenkollektor-Anlage mit einer Größe von 9 m² kann so etwa 20 Prozent des gesamten Wärmebedarfs eines Einfamilienhauses abgedeckt werden.

Durch die steigende Nachfrage nach sonnenthermischen Anlagen konnten die Kosten in letzter Zeit drastisch gesenkt werden. Kostete eine solche Anlage 1980 noch 10.000 Euro, so liegen die Kosten heute bei etwa 4.000 Euro.

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Quelle: Mangold

Weiterhin gibt es noch weitere technische Verbesserungsmöglichkeiten und Kostensenkungspotentiale. Aber schon heute ist der Einsatz zweckmäßig, da die Kosten einer solchen Anlage schon nach ca. 3-4 Jahren hereingeholt sind. Eine solche Anlage kann also vor zukünftigen Energiepreiserhöhungen schützen.

Zur Zeit sind in Deutschland über 2 Millionen m² Kollektoren auf den Dächern installiert. Diese liefern ca. 650 GW/h Wärme für Raumwärme und Warmwasser. In den letzten Jahren wuchs der Markt für Sonnenkollektoren um 20 bis 30 Prozent pro Jahr. Und diese Wachstumsrate kann auch weiterhin aufrechtgehalten werden, da in Deutschland alleine ca. 1.300 km²  Fläche für solche Anlagen zur Verfügung steht, mit denen 45 Prozent des derzeitigen Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser abgedeckt werden könnten.

Eine Fokussierung der Anlagestrategie auf den Bereich Sonnenkollektoren könnte sich daher als lukrativ erweisen.

 

Checkliste: Sonnenkollektoren

 

Ressource

Solare Direkt- und Diffusstrahlung

Einsatzgebiete

Heizung, Warmwasser

Standorte

Überall, Dächer

Leistungsbereich

1,5-200 MW/h/a

Kosten

0,10-0,25 Euro / KWh

Gewinnchance bei Investment

überdurchschnittliche Gewinnchancen

Risiko eines Investments

mittleres Risiko

 

 

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