Europäische und amerikanische Option

Bei Optionen unterscheidet man zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Typ.

Früher wurden, wie der Name schon sagt, in Amerika nur die amerikanischen und in Europa nur die europäischen Typen gehandelt. Heute ist dies anders. Jetzt werden sowohl in Amerika als auch in Europa beide Typen gehandelt.

Aber worin unterscheiden sich diese nun?

Bei Optionen amerikanischen Typs kann der Optionsinhaber jederzeit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes von seinem Recht der Ausübung Gebrauch machen.

Bei Optionen, die nach dem europäischen Typ aufgelegt sind, geht das nicht. Hier kann das Recht erst am Ende der Laufzeit ausgeübt werden. Man sieht daher sofort, daß Optionen nach amerikanischem Typ wesentlich flexibler in der Handhabung sind.

Beispiel:

Angenommen, es gäbe zwei Call-Optionen auf die Aktie der „Muster AG“ zum Ausübungspreis von 100 EUR. Die Aktie der „Muster AG“ notiert zur Zeit bei 90 EUR.

Die Option A sei vom amerikanischem Typ, die Option B vom europäischen Typ. Angenommen wird ferner, daß die Option eine Laufzeit bis zum 31.12. habe.

Da der Aktienkurs der „Muster AG“ schwankt, kann es vorkommen, daß der Kurs der Aktie mal über und mal unter dem Ausübungspreis liegt. Die Call-Option des Typs A könnten Sie nun zu einem beliebigen Zeitpunkt mit Gewinn ausüben, die Option B dagegen nicht. Hier müßten Sie bis auf das Laufzeitende warten. Nun könnte es aber passieren, daß gerade zum Zeitpunkt der Ausübung der Kurs unter dem Ausübungspreis liegt und die Option wertlos wäre.

Kaufen Sie, wenn möglich, Optionsscheine des amerikanischen Typs. Diese Optionsscheinart ermöglicht Ihnen eine flexiblere Handhabung.

 

 

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Copyright (c) 2012 Dipl.-Wirt.-Inform. Dennis A. Winkler, Stand: 02.07.2012
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