Regenerative Energien

Der Bereich der regenerativen Energien ist der größte und zudem auch wachstumsstärkste Sektor des Umweltbereiches. Die Endlichkeit der fossilen Ressourcen zwingt zum Umdenken und zum Einsatz von Alternativen zur Energiegewinnung. Hierfür hat sich in letzter Zeit der Begriff der Nachhaltigkeit eingebürgert. Er steht für den schonenden Umgang mit der Umwelt einerseits und der gerechten Verteilung der Energie andererseits. Ziel ist es, dass den Bedürfnissen der heutigen Generationen entsprochen wird, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren Lebensstil zu wählen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, sparsam mit den fossilen Energieträgern umzugehen. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Jüngste Prognosen belegen, dass im 21. Jahrhundert vier mal mehr Öl verbraucht wird, als in der gesamten Geschichte zuvor.
Laut Internationaler Energieagentur (IEA) wird der Höhepunkt der Ölförderung im Jahre 2060 erreicht. Die OPEC wird damit zunehmend wichtiger, da im Nahen Osten zwei Drittel der Weltölreserven liegen. So bestehen für die heutigen Industrieländer enorme Gefahren. Es könnten Ölkrisen, wie sie es schon einmal in den 70er Jahren gab,  entstehen, die die Wirtschaft und den Wohlstand der Bevölkerung gefährden.
Angeheizt wird die Situation auch durch das Wachstum der Volkswirtschaften Asiens und Südamerikas, die ihren Ölverbrauch enorm steigern werden.
Aber das Problem besteht nicht nur beim Öl, sondern auch bei den anderen fossilen Energiereserven.

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Quelle: BMWi


Die weltweiten Energiereserven werden derzeit auf etwa 32.000 EJ (Exa Joule) geschätzt. Das sind mehr als 1.000 Milliarden Tonnen Steinkohle und entspricht etwa dem hundertfachen des derzeitigen Weltenergieverbrauchs. Nun könnte man meinen, dass in heutiger Zeit kein akuter Handlungszwang bestehe. Dem ist aber nicht so. Der Preis für fossile Energien wird sich durch die Verknappung drastisch erhöhen, da er sich aus Angebot und Nachfrage zusammensetzt.

Erdöl reicht zwar noch für 40 Jahre, jedoch werden die Preise hierfür in den nächsten Jahren rasant steigen. Es ist daher notwendig, zumindest teilweise Alternativen einzusetzen, damit man sich von den steigenden Preisen entkoppeln kann.
Solche Alternativen zu den fossilen Energiequellen können aber nicht von heute auf morgen eingesetzt werden. Daher ist es wichtig, schon heute neue Nutzungstechnologien einzuführen. Firmen, die sich hierauf spezialisiert haben, werden langfristig zu den Gewinnern zählen.
Aber nicht nur die Endlichkeit von Ressourcen spielt eine Rolle, sondern auch die daraus resultierenden Umweltbelastungen. Wir sind gerade dabei, Ressourcen, die in über 500 Millionen Jahren entstanden sind, zu verbrennen. Immer mehr CO2 wird in die Atmosphäre entlassen, so dass sich durch den Treibhauseffekt das Klima auf unserem Planeten ändert. Nicht auszudenken, was passiert, wenn alle fossilen Ressourcen verbraucht sind.

Der Klimakiller CO2 gilt als besonders gefährlich, da CO2 bei jedem Verbrennungsvorgang von kohlenstoffhaltigen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle entsteht. Beachtlich ist, dass die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre seit Beginn der Industrialisierung um ein Viertel gestiegen ist. Zwar ist dieses Gas für Lebewesen ungiftig, jedoch wird die schädliche Wirkung erst in der Atmosphäre entfaltet. Hier wirkt es wie das Glas in einem Treibhaus. Einfallendes Sonnenlicht und –wärme dringt in die Atmosphäre ein und erwärmt die Erde, gleichzeitig vermindert das CO2 die Abgabe von Wärme an das Weltall. Es kommt zur allmählichen Erhöhung der globalen Temperaturen.
Wichtig hierbei ist, dass die Temperaturen sich nicht überall gleichmäßig erhöhen. Es kommt vielmehr zur Änderung der Niederschlagsverteilung, zur Verschiebung von Klimazonen und Vegetationszonen und zur Verschlechterung der Böden. Dies hat wiederum gravierende Auswirkungen auf das Welternährungsproblem.
Im Mittelpunkt der Bemühungen stehen die sogenannten energiebedingten CO2 Emissionen. Diese tragen etwa zur Hälfte zum menschlich verursachten Treibhauseffekt bei. Jeder Bundesbürger emittiert statistisch gesehen rund 11 Tonnen CO2 pro Jahr in die Luft. Ein Amerikaner sogar 22 Tonnen. Ein Chinese dagegen nur rund 2,7 Tonnen und ein Inder gar nur 0,7 Tonnen.
Man kann sich nun sicherlich vorstellen, was passiert, wenn diese Länder sich den Emissionsmengen der Industrieländer anpassen.
Es zeigt sich an diesem Beispiel ganz deutlich, dass die Verantwortung für den Treibhauseffekt allein bei den Industrieländern liegt. Wenn man nun den Treibhauseffekt abmindern will, so ist eine weltweite Reduktion der gegenwärtigen Emissionsmengen unabdingbar. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die alternativen Energien in den Mittelpunkt treten. Weiterhin wird es sich nicht vermeiden lassen, Energie einzusparen.

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Quelle: DLR

Und dies kann beispielsweise zuerst bei den größten Energieverbrauchern, den Haushalten erfolgen, sei es durch stromsparende Elektrogräte oder aber durch bessere Wärmedämmung von Gebäuden.

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Quelle: DLR


Schaut man sich den Pro-Kopf-Energieverbrauch an, so stellt man fest, daß, wie auch bei der CO2 Emission, die USA mit einem ungewöhnlich hohen Pro-Kopf-Energieverbrauch aus der Reihe fallen. Dies liegt zum einen an dem geringen Umwelt-Interesse der Bevölkerung und zum anderen an den äußerst niedrigen Energiepreisen.
Neben den enormen Klimaveränderungen spielen auch noch andere Verbrennungsprodukte eine Rolle. Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen ferner Schadstoffe wie Schwefeldioxid und Stickoxide, welche Hauptursache für die Bildung des sogenannten „sauren Regens“ darstellen. Dieser „saure Regen“ zerstört zusehends die grüne Lunge der Erde, nämlich den Waldbestand der Erde.
Sollte zudem der Verbrennungsprozeß nicht vollständig ablaufen, so werden weiterhin auch noch Kohlenmonoxide, Kohlenwasserstoffe, Rußpartikel und Staub in die Luft freigesetzt. Diese Stoffe sind dann nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern sind für den Menschen direkt gesundheitsschädlich.
Dieses Problem ist besonders in den nicht so industriell fortschrittlichen Staaten akut. Dort existieren keine Luftfilter oder irgend welche Umweltbestimmungen. In den westlichen Industrieländern ist durch restriktive Gesetzgebung die Luft merklich sauberer geworden.
Es bleibt festzuhalten, daß die Menschheit eher durch die Umweltbelastung als durch die Endlichkeit der Energieträger zum Umdenken gezwungen wird. Schon heute ist die Aufnahmefähigkeit unserer Umwelt für die Abfallprodukte der Energienutzung erschöpft.
Die regenerativen Energiequellen werden in der Zukunft eine weitaus größere Rolle spielen als heute, weshalb sich ein Investment bezahlt machen könnte.

Windenergie

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Copyright (c) 2012 Dipl.-Wirt.-Inform. Dennis A. Winkler, Stand: 02.07.2012
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