Boombranche Umwelt

Saubere Gewinne mit grünen Aktien

Seit einiger Zeit rückt eine Branche besonders in den Blickpunkt breiter Anlegerschichten, die Umweltbranche. Man muß sicherlich kein Hellseher sein, um das enorme Gewinnpotential zu erkennen.
Schaut man sich beispielsweise den stetig steigenden Weltenergiebedarf an, so stellt man fest, daß er zu 90 Prozent durch fossile Brennstoffe gedeckt wird. Nur stehen diese nicht in unbegrenztem Ausmaße zur Verfügung. Diese dramatische Lage wird durch andere Faktoren, wie beispielsweise die Bevölkerungsexplosion, noch verstärkt. Brancheninsider schätzen, daß sich bis zum Jahre 2050 die Weltbevölkerung verdoppelt, wenn nicht sogar verdreifacht.
Alle diese Menschen verbrauchen immer mehr Energie. Diese kann aber nicht mit den herkömmlichen Verfahren erzeugt werden. Es werden vielmehr regenerative Energien in den Mittelpunkt treten. So soll, laut Schätzungen der Deutschen Shell AG, bis Mitte dieses Jahrhunderts 50 Prozent des Weltenergiebedarfes aus regenerativen Energien gewonnen werden.
 

Der Grund für diese Entwicklung liegt in der Verknappung und der damit verbundenen Verteuerung der fossilen Brennstoffe. Vor allem das Rohöl neigt sich in etwa 40 Jahren dem Ende zu.

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Quelle: Umweltbundesamt

Es ist also notwendig, Alternativen zu herkömmlichen Technologien zu entwickeln. Neue Treibstoffe zum Antrieb von Autos oder neue Technologien zur sauberen Gewinnung von Energie wie Solarstrom, Wasser- und Windenergie werden benötigt.
In Deutschland werden in diesem Zusammenhang von den alternativen Verfahren vor allem Wasser- und Windkraftwerke eingesetzt. Ein Einsatz von Solarzellen zur Stromerzeugung dagegen ist in unseren „sonnenarmen“ Gebieten weniger effektiv als etwa in den südlicheren Teilen Europas.
Aus diesem Grund haben Firmen, die neuartige Technologien entwickeln, um das weltweite Energieproblem zu lösen, enormes Potential.
Dieses Potential wird auch von dem ständig steigenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung unterstützt. Forderungen, die Verbrauchsdaten von Autos zu verbessern, sind nur ein Indiz hierfür. Sogar weitreichende Forderungen wie das Drei-Liter-Auto konnten bereits realisiert werden. Volkswagen präsentierte vor einiger Zeit das Auto „VW-Lupo“, welches nur noch 2,99 Liter auf 100 km verbraucht.
Das Verlangen nach kraftstoffsparenden Autos hat auch durch die von der Bundesregierung eingeführten Verteuerungsmaßnahmen einen Schub bekommen. Schade nur, dass die Einnahmen aus dieser Energie-Steuer nicht für Umweltprojekte eingesetzt werden, sondern zur Subventionierung des Staatshaushaltes. Ein schwerwiegenderer Kritikpunkt ist jedoch, daß nicht nach den tatsächlichen Umweltbelastungen, sondern nach willkürlich festgelegten Regeln besteuert wird. So gibt es beispielsweise diverse Ausnahmeregeln, durch die Industriebetriebe, die besonders viel Energie verbrauchen, von der Steuer ausgenommen sind

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Aber nicht nur der Bereich der regenerativen Energien steht im Mittelpunkt der Umweltbranche. Es sind ferner zwei weitere Sektoren außerordentlich interessant. Zum einen der Sektor um das blaue Gold, nämlich Wasser, und zum anderen der Sektor Müll bzw. Recycling.
Der Sektor Wasser beschäftigt sich mit den Bereichen Wasserreinigung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Es ist sicherlich bekannt, daß die Süßwasserreserven der Erde schwinden. Durch die zunehmende Industrialisierung und die sich daraus ergebende Verschmutzung der Wasservorräte der Erde wird es in zunehmenden Maße schwieriger, sauberes Trinkwasser der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.
Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Wasser zu reinigen, werden langfristig zu den Gewinnern der Umweltbranche gehören.
Neben dem blauen Gold der Zukunft steht auch der Sektor Müll und Recycling im Blickpunkt des Anlegerinteresses. Auch dieser Sektor kann stetig steigende Wachstumsraten aufweisen. Immer mehr Menschen produzieren immer mehr Müll. Firmen, die neuartige Entsorgungs- und Recyclingsysteme anbieten, dürften ebenfalls zu den Gewinnern dieses neuen globalen Megatrends zählen

Ziel ist es nun, diejenigen Firmen aus den Sektoren herauszupicken, welche das Zeug haben, in einiger Zeit Gewinne zu erwirtschaften.
Neben den bereits angesprochenen Aspekten sind noch einige weitere Aspekte für die Anlageentscheidung interessant. Nicht nur Umweltprodukte und –verfahren, sondern auch umweltfreundliche Produktionsabläufe müssen bei der Firmenanalyse berücksichtigt werden.
Jedes Produktionsverfahren benötigt Rohstoffe, und diese sind knapp und teuer. Daher kann sich der effiziente Einsatz von Ressourcen positiv in der Bilanz niederschlagen. Es werden hierdurch entscheidende Wettbewerbsvorteile in Hinblick auf die Zukunft geschaffen. Es ist daher wichtig, das Unternehmen als „Ganzes“ zu betrachten und nicht nur das Produkt, welches produziert wird.
Ein weiteres Argument für umweltfreundliche Technologien ist das Umweltbewußtsein der Bevölkerung. Aus Gewissensgründen werden „grüne“ Produkte lieber gekauft als herkömmliche Produkte. Daher nutzen die Firmen ihre umweltfreundlichen Technologien als Prestigeobjekte und benutzen diese als Marketingargumente.
Im Bereich Umwelt tummeln sich eine Vielzahl von Unternehmen. Nicht alle sind seriös. Es existieren viele Firmen, die sich auf Kosten von gutmütigen und umweltbewußten Bürgern bereichern. Daher ist es gerade hier wichtig, vor einem Investment in Ökoaktien die Unternehmen genauestens zu analysieren. Hat man dann die richtige Aktie erwischt, so kann man beachtliche Gewinne verbuchen.
Die Zukunft gehört eindeutig der Umweltbranche. Setzt diese sich nicht durch, so stehen die Chancen für ein weiteres Wachstum und eine saubere und intakte Umwelt schlecht. Nur wenn dem Menschen die Lebensgrundlage nicht entzogen wird, ist eine goldene Zukunft der Menschheit gesichert.

Informationen über das blaue Gold der Zukunft - Wasser

Informationen zu Brennstoffzellen

Regenerative Energien

 

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Copyright (c) 2012 Dipl.-Wirt.-Inform. Dennis A. Winkler, Stand: 02.07.2012
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