Basisobjekte

Basisobjekte, die auch als „Underlying“ oder als Basisinstrumente bezeichnet werden, bilden die Grundlage für die Optionsscheinspekulation. Sie sind quasi die Wettobjekte, die den Optionsscheinen zugrunde liegen..

In der Anfangszeit standen nur Optionsscheine auf Aktien zur Verfügung. Heute hat sich das geändert, so daß es nun eine Vielzahl von Basisobjekten gibt.

Es gibt Optionsscheine auf Aktien, Indizes, Währungen, Anleihen und Zinsen, aber auch auf Rohstoffe wie Gold oder Öl. Bei den Rohstoffen verbriefen die Optionsscheine dann im Gegensatz zu den anderen Basisobjektarten kein Recht auf Kauf oder Verkauf der jeweiligen Rohstoffe,  sondern verbriefen eine sogenannte Ausgleichszahlung. Diese Ausgleichszahlung wird meist in Form einer Bargeldzahlung geleistet.

Im allgemeinen kann man eine unterschiedliche Verteilung von Optionsscheinen erkennen:

· Es liegen allen Optionsscheinen 40 Prozent Aktien,

· 30 Prozent Indizes,

· 20 Prozent Währungen und

· 10 Prozent Anleihen

zu Grunde.

Bei Aktien setzt der Optionsscheinkäufer auf steigende oder fallende Aktienkurse. Es gibt Optionsscheine auf deutsche und ausländische Aktien. Zu beachten ist hier, daß es nicht für jede Aktie einen Optionsschein gibt. Gerade bei marktengen oder hochspekulativen Aktien kann ein entsprechender Optionsschein fehlen.

Bei Indizes setzt der Anleger ebenfalls auf steigende oder fallende Aktiennotierungen. Im Unterschied zu den Optionsscheinen auf Aktien liegt das Augenmerk hier nicht auf einzelne Aktien, sondern auf alle in dem jeweiligen Index vertretenen Wertpapiere.

Bei einem Optionsschein auf Währungen spielt die Veränderung der Wechselkurse eine entscheidende Rolle. Steigt oder fällt sie im Vergleich zu einer anderen Währung – das ist hier die Grundlage der Spekulation.

Auch Anleihen eignen sich als Spekulationsobjekt. Steigen oder fallen die Kapitalmarktzinsen – das ist hier die Frage. Die hierfür geltenden Optionsscheine nennt man auch Zinsoptionsscheine.

Achtung:

Zinsoptionsscheine verhalten sich genau entgegengesetzt zu Standardoptionsscheinen: Fallende Zinsen rufen steigende Anleihekurse hervor. Folglich muß bei der Spekulation auf fallende Zinsen ein Call-Optionsschein gekauft werden. Steigende Zinsen rufen fallende Anleihekurse hervor, so daß bei der Spekulation auf steigende Zinsen ein Put-Optionsschein gekauft werden muß.

Neben diesen Standardbasisobjekten gibt es noch eine Vielzahl von künstlich kreierten Objekten wie z. B. Basket-Optionsscheinen oder Turbo-Optionsscheinen. Bei den erstgenannten handelt es sich um einen Korb von Standardbasisobjekten. Meist besteht ein solcher Korb aus Aktien von Firmen, die der gleichen Branche angehören oder die in der gleichen geographischen Region beheimatet sind. Auch hier kann der Optionsscheinanleger vom Auf und Ab der im Korb enthaltenen Werte profitieren.

Eine Sonderrolle spielen die schon angesprochenen Turbo-Optionsscheine. Hier gehören die Basisobjekte nicht der oben angegebenen Klassifikation an. Als Basisobjekt dient hier wiederum ein Optionsschein. Es handelt sich also um einen Optionsschein auf einen Optionsschein. Hierdurch erreicht man eine extreme Hebelwirkung, die dazu führt, daß man innerhalb kürzester Zeit hohe Gewinne oder auch enorme Verluste einfahren kann.

 

 

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